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Wissenskommunikation durch neue Schulungsmaterialien für die Feuerwehrpraxis

Im Projekt "LiBattFire" zur Feuer- und Gefahrenabwehr bei Lithium-Ionen-Batterien wurden neu entwickelte Schulungsmaterialien für die Feuerwehrpraxis entwickelt.

Im Rahmen des Projektes “LiBattFire: Lithium-Ionen-Batterien Feuer- und Gefahrenabwehr” sollen Einsatzkräfte der Feuerwehren sensibilisiert werden, indem mithilfe von wissenschaftlicher Expertise vielschichtige Fragestellungen aus dem Feuerwehralltag im Umgang mit Bränden von Lithium-Ionen-Batterien (LIB) erörtert werden. 

Ein zentraler Projektbestandteil ist der Transfer aktuellem wissenschaftlichen Wissens zum fachgerechten Umgang mit erartigen Schadenslagen in den Ausbildungsbetrieb. Dies umfasst die anwendungsnahe Aufbereitung und die Kommunikation von Projekt(teil-)ergebnissen sowie die Rückkopplung praxisnaher Fragestellungen in den wissenschaftlichen Prozess. Erste Erkenntnisse konnten an interessierte Personen des Projektbegleitkreises, etwa Vertretern der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse, Herstellern von Persönlicher Schutzausrüstung und Sonderlöscheinrichtungen im Rahmen eines Workshops am 15. Januar 2026 vermittelt werden. Hierbei wurden die Themenbereiche „Grundlagen zu Zellaufbau und Thermal Runaway“, „Gefahren und Gesundheitsrisiken bei LIB-Bränden“, „Mythen und Fakten zu LIB“ sowie „Evaluation von Brandbekämpfungsmethoden“ adressiert. 

Zur Aufbereitung der behandelten Themen werden im Projektverlauf fortlaufend Schulungsmaterialien erstellt. Das erste nun vorliegende Schulungsposter widmet sich dem Gefahrenpotenzial von Lithium-Ionen-Batterien im Brandfall und behandelt den grundlegenden Zellaufbau sowie die eingesetzten Komponenten, die als Brandlasten maßgeblich das Flammbild und den Verlauf einer Havarie beeinflussen. Eine Einordnung der eingesetzten Zellbestandteile in die Brandklassen A, B und C, anhand derer die Einsatzkräfte der Feuerwehr typischerweise ihr Löschmittel wählen, zeigt, dass es sich um einen Multikomponentensystem handelt und die Wahl eines geeigneten Löschmediums nicht trivial ist. Wenngleich die der Feuerwehr bekannten Brandklassen in einer LIB vereint werden, wird der Brandverlauf durch Feststoffe dominiert, weswegen die Beaufschlagung mit Wasser zur Kühlung der Batterieeinheit und Unterbrechung der zellinternen Reaktionskaskade nach wie vor das Mittel Wahl bleibt. Eine Gefahrenmatrix nach Feuerwehrstandard fasst abschließend die relevanten Einsatzgefahren – darunter Atemgifte, Explosion, Elektrizität und chemische Stoffe – hinsichtlich Gefährdungsgrad und erforderlicher Schutzmaßnahmen für Mannschaft und Geräte zusammen. Das Poster steht unter folgendem Link frei zum Download zur Verfügung: http://doi.org/10.13140/RG.2.2.30514.16321

In Vorbereitung befinden sich weitere Poster, die nach Fertigstellung ebenfalls veröffentlicht und als Open-Access-Dokument zur Verfügung stehen werden

Das Projekt wird durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gefördert und gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Goslar durchgeführt.

Kontakt:
Felix Buchheister, M.Sc.
Kontakt Projektteam 
 

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